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3. Sächsische Fachkonferenz Prävention und Gesundheitsförderung „Gesundheitskompetenz stärken – informieren, motivieren, aktiv werden“

Nie gab es mehr Informationen, was der eigenen Gesundheit guttut oder guttun soll, als heute. Die Digitalisierung macht es möglich. Vielen Menschen fehlt jedoch die Fähigkeit, die Informationen zu finden, zu bewerten und in ihrem Lebensalltag umzusetzen. Es mangelt ihnen an Gesundheitskompetenz. Mit Folgen für die eigene Gesundheit und das Gesundheitssystem.

Daher widmete sich die 3. Sächsische Fachkonferenz am 24. Juni 2021 mit 127 Teilnehmendenerstmals im Online-Format – dem Themenfeld „Gesundheitskompetenz stärken – informieren, motivieren, aktiv werden“. Organisiert wurde die digitale Veranstaltung von den maßgeblichen Akteuren für Prävention und Gesundheitsförderung in Sachsen.

Staatsministerin Köpping wies in ihrem Grußwort auf die Bedeutung des Themas Gesundheitskompetenz hin – wie wichtig es ist, dafür zu sensibilisieren, da damit unmittelbare Effekte für die eigene Gesundheit und für die anderer Menschen verbunden sind.

Staatsministerin Köpping beim Grußwort © SLfG

 

Silke Heinke, Vorsitzende des Steuerungsgremiums P. SACHSEN und Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen, betonte in ihren einführenden Worten, wie wichtig es ist, die Gesundheitskompetenz zu fördern – besonders im Hinblick auf die vulnerablen Gruppen.

Silke Heinke, Vorsitzende des Steuerungsgremiums P. SACHSEN © SLfG

In einem abwechslungsreichen Programm wurden verschiedene Aspekte des Themas beleuchtet. Vorgestellt wurden aktuelle Ergebnisse zur digitalen Gesundheitskompetenz und Möglichkeiten, digitales Gesundheitswissen zu nutzen.

Am Vormittag stellte Prof. Dr. med. Kai Kolpatzik, Leiter der Abteilung Prävention vom AOK Bundesverband, mit einem Vortrag zur digitalen Gesundheitskompetenz aktuelle Daten vor. Die Studie von 2020 mit einer Stichprobe von 8.500 Personen zeigte, dass im Bundesdurchschnitt mehr als die Hälfte (52,4 %) über eine geringe oder moderate digitale Gesundheitskompetenz verfügt. In Sachsen liegt die Zahl bei 53,7 %. Tendenziell wurde es von den Befragten als recht einfach empfunden, sich technisch im Internet zu „bewegen“ und gesundheitsrelevante Informationen zu recherchieren. Besonders schwierig hingegen ist es, die Verlässlichkeit der digital recherchierten Gesundheitsinformationen zu bewerten.

In einem anschließenden Tischgespräch vertiefte Prof. Kolpatzik mit Dr. Christina Heitmann vom Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) der DGUV die Thematik. Im Chat hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, Fragen zu stellen, z. B. ob sich durch Corona bedingt die Sensibilität für das Thema Gesundheitskompetenz erhöht habe oder ob es wichtig wäre, in der Schule ein Fach Gesundheit einzuführen. Die Moderation des Tischgesprächs übernahm Stephan Koesling, Geschäftsführer der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. (SLfG).

Tischgespräch mit Prof. Kai Kolpatzik und Dr. Christina Heitmann – moderiert von Stephan Koesling (v. l. n. r.) © SLfG

 

Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an fünf digitalen Messeständen informieren und in sechs Fachforen austauschen. Hier erhielten sie Impulse aus den einzelnen Lebenswelten und konnten ihre Erfahrungen einbringen. So wurde beispielsweise im Bereich „Gesund aufwachsen“ der aktuelle Prozess zur Qualitätsentwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention in der Lebenswelt Schule aufgezeigt und diskutiert. Praxisbeispiele zur Gesundheitsförderung stellten u. a. die Stadt Leipzig mit „Präventiven Hausbesuchen“ und der Sächsische Sportärztebund e. V. mit dem „Rezept für Bewegung“ vor.

Eine ausführliche Dokumentation wird vorbereitet und hier einsehbar sein.


Kontakt:

Micaela Frister, Projektkoordinatorin
Geschäftsstelle P. SACHSEN
Telefon: 0351 501936-51
E-Mail: gs@p-sachsen.de