PFLEGE.WERTE.SACHSEN. beim Präventionsforum 2025
Am 24. September 2025 präsentierte Johann Große von der Informationsstelle zur Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen (IGP) das Modellprojekt PFLEGE.WERTE.SACHSEN. beim Präventionsforum 2025 der Nationalen Präventionskonferenz (NPK) in Berlin.
Unter dem Motto „Gesund ins Alter – Gesund im Alter: Was braucht es dafür?" versammelten sich rund 200 Teilnehmende aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Sozialversicherung und Praxis im Berliner Hotel Aquino. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Rahmenbedingungen die Gesundheit älterer und hochaltriger Menschen erhalten und verbessern können.
Am Nachmittag präsentierten Vertreterinnen und Vertreter der Praxis Best-Practice-Projekte zum NPK-Vorhaben „Gesundheitsförderung und Prävention in der Pflege". Dabei stellte Johann Große das Projekt PFLEGE.WERTE.SACHSEN. vor, das die psychosoziale Gesundheit in sächsischen stationären Pflegeeinrichtungen stärkt. Kern des Projekts sind Präventionsbeauftragte, die Organisationsentwicklung und Mitwirkung der Beschäftigten aktiv fördern. Das Projekt ist zudem im aktuellen Präventionsbericht 2025 von GKV-Spitzenverband und Medizinischem Dienst Bund als Praxisbeispiel aufgeführt (S. 122).
Trotz der Herausforderungen durch Personalmangel und anfänglicher Skepsis zeigen sich nach drei Projektjahren deutliche Fortschritte: mehr kollegialer Austausch, neue Angebote für Bewohnende und Pflegekräfte sowie eine gestärkte Teamarbeit in den beteiligten Einrichtungen.
„Es braucht mehr Zeit – Veränderung geschieht nicht über Nacht, aber sie beginnt zu wirken", konstatierte Johann Große von der IGP.
Die Veranstaltung unterstrich den Konsens unter den Teilnehmenden: Gesundheitsförderung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die früh beginnen und strukturell verankert werden muss – von der Vernetzung über nachhaltige Finanzierung bis hin zur Stärkung von Pflegenden und Pflegebedürftigen gleichermaßen.

