Nachlese zur fortgeführten Veranstaltungsreihe: Beratungskompetenz im BGM - Ein Austausch für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu Methoden, Grenzen und Stolperfallen
In der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (SLfG), Könneritzstraße 5, 01067 Dresden, setzten sich Expertinnen und Experten am 23.06.2026 in einem intensiven Multiplikatorenaustausch mit der Stärkung der Beratungskompetenz im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) auseinander. Unter der kompetenten Moderation von Dr. Sarah Siefen (BGM neo) stand nicht die Theorie im Vordergrund, sondern der lebendige, fachübergreifende Austausch.
Veranstalter war die AG Betrieb – P. SACHSEN.
In der Runde diskutierte man über Methoden, Grenzen und Stolperfallen in der BGM-Beratung.
An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus einem breiten Spektrum teil, darunter Expertinnen und Experten von Sozialversicherungsträgern, Industrie- und Handelskammern, sowie Wohlfahrtsverbänden, Arbeitsmarktagenturen und spezialisierten Beratungsstellen für die Themen der Betrieblichen Gesundheit und Fachkräftesicherung.
Die Veranstaltung bot ein breites Spektrum an fachlichen Impulsen. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr gab Frau Beyer von der IHK Dresden fundierte Einblicke in die Arbeit des Referats für Bildungspolitik, Arbeitsmarkt und Fachkräfte. Ein weiterer Programmpunkt war der Impulsvortrag von Frau Dr. Cosmar (DGUV Akademie) zum Thema „KI trifft Psyche und Gesundheit“, der das Spannungsfeld zwischen der Entlastung von monotonen Aufgaben durch KI und Risiken wie Technostress oder Autonomieverlust beleuchtete. Als Lösungsansatz wurde ein menschenzentrierter Ansatz (Industrie 5.0) thematisiert, der die Einbindung der Mitarbeitenden in den Fokus rückt.
Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung waren die praxisnahen Workshops, die der Frage nachgingen, wie KMU erfolgreich für das BGM gewonnen werden können. Die Ergebnisse zeigten, dass Unternehmen zwar Interesse an mentaler Gesundheit zeigen, jedoch oft Schwierigkeiten bei der Bedarfsformulierung haben und häufig mit eher diffusen Anliegen an Beratungsstellen herantreten. Für eine effektive Beratung vor Ort wurden Maßnahmen zur Erkennung von Auslösern, zur Prüfung der aktuellen Umsetzungsgrundlage sowie zur Schaffung von Verbindlichkeit identifiziert. Zur Visualisierung der Synergien wurde abschließend eine Matrix erstellt, welche die Berührungspunkte der teilnehmenden Institutionen mit den verschiedenen BGM-Themen aufzeigt.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden unterstrich die Relevanz des Formats. In einer abschließenden Evaluation wurde die Veranstaltung als kurzweilig und interessant sowie die Organisation als sehr gut bewertet. Die Teilnehmenden äußerten den Wunsch nach einer regelmäßigen Fortsetzung des Austauschs, um die Vernetzung innerhalb des BGM-Netzwerks weiter voranzutreiben.
Um diesen wertvollen Dialog fortzusetzen, findet der nächste Multiplikatorenaustausch bereits am 11. November 2026 im Online-Format statt.

© ZEFAS – KMU Infostelle