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In der 2. Runde: Bundesweiter digitaler Fachaustausch zu Präventiven Hausbesuchen

Dem ersten, sehr gewinnbringenden bundesweiten Austausch im vergangenen Jahr folgte auf vielfachen Wunsch der Teilnehmenden am 18. Mai 2022 das zweite Online-Treffen zum Thema „Umsetzung Präventiver Hausbesuche (PHB) für ältere Menschen“.

Initiiert wurde der digitale Fachaustausch von Carmen Kluge, Koordinatorin der Präventiven Hausbesuche (PHB), vom Sozialamt Leipzig. Kathleen Dehner von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Sachsen moderierte die Veranstaltung gemeinsam mit Anne Gebert vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e. V. in Köln.

16 Akteur*innen aus acht Kommunen (Hameln, Magdeburg, Stuttgart, Bremen, Hamburg, Chemnitz, Lübeck und Leipzig) kamen mittels digitaler Pinnwände und im Plenum zu diesen Themen ins Gespräch:

  • Finanzierung/Förderung von PHB in der Kommune (Regel- bzw. Projektfinanzierung oder anderes)
  • Träger (Umsetzender) des Angebotes, z. B. Stadt, Landkreis, Wohlfahrtsverband, freier Träger
  • Vorteile/Herausforderungen und Stolpersteine der jeweiligen Trägerschaft

Von den acht teilnehmenden Kommunen erhalten drei eine Regelfinanzierung der PHB aus dem kommunalen Haushalt, mit der Personal und Ausstattung der Stelle abgesichert sind. Leipzig wird ab 2023 als vierte Kommune hinzukommen. Dies ist ein positives Signal dafür, dass die Kommunen Daseinsvorsorge und soziale Teilhabe älterer Menschen als notwendige Gestaltungsaufgabe sehen und finanzieren.

Die Teilnehmenden nahmen viele differenzierte Blicke auf Verstetigungsansätze, Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten und die Umsetzung bzw. Herangehensweise von PHB mit.

Die Berichte und Informationen von der Umsetzung von PHB in Wohlfahrtsverbänden oder direkt integriert in kommunale Strukturen schufen eine Basis, um über die Vorteile und Herausforderungen der jeweiligen Trägerschaft ins Gespräch zu kommen. So bestand Einigkeit darüber, dass es ein Vorteil kommunaler Anbindung ist, das Geburtstagsanschreiben der Ober­bürger­meister an die Senior*innen als „Türöffner“ für Präventive Hausbesuche zu nutzen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die persönlich Angesprochenen eine Wertschätzung darin sehen und damit der Zugang erleichtert sowie das Angebot der PHB eher angenommen wird.

Weiterhin halten die kommunalen Akteur*innen die Öffnung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Angebote der PHB in näherer Zukunft für enorm wichtig und wünschenswert.

PHB-Projekte, die über die GKV gefördert werden, orientieren sich in ihrer Arbeit am GKV-Leitfaden Prävention. In der Praxis zeigt sich, dass eine weitere Fassung des Begriffes Gesundheitsförderung hilfreich wäre. Beispielhaft seien hier Begegnungsangebote genannt, die soziale Kontakte und das Miteinander fördern und damit gegen Einsamkeit im Alter präventive Wirkungen haben.

Alle Teilnehmer*innen empfanden den Austausch mit so vielen verschiedenen Akteur*innen als sehr gewinnbringend und freuten sich, dass mittler­weile mehrere Kommunen PHB als zukünftige Regelaufgabe etablieren werden. Daher wollen sie sich weiterhin in regelmäßigen Abständen im Online-Format austauschen und vernetzen. Der Staffelstab für den 3. bundesweiten Austausch liegt nun in den Händen der Kolleg*innen aus Magdeburg.

Die Förderung des Projekts der Präventiven Hausbesuche in Sachsen erfolgt durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Mitteln der Gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des GKV-Bündnisses für Gesundheit (www.gkv-buendnis.de).


Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Sachsen ist an die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. (SLfG) angegliedert. Die Koordinierungsstelle ist Teil des bundesweiten Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit und wird durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Bündnis für Gesundheit) gefördert.

 

                               

 


Kontakt:

Kathleen Dehner
Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Sachsen
c/o Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. (SLfG)
Arbeitsschwerpunkt: Gesund im Alter

Tel.: 0351 501936-55
E-Mail: dehner@slfg.de

Stadt Leipzig, Sozialamt © Foto Shutterstock
Stadt Leipzig, Sozialamt © Foto Shutterstock