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Good Practice-Kriterien für gesundheitliche Chancengleichheit – Praxisorientierte Lernwerkstatt auch digital

Am Mittwoch, den 24. sowie 31. März 2021, fand jeweils eine praxisorientierte Lernwerkstatt als Online-Veranstaltung statt. Durch die anhaltende Corona-Pandemie-Situation wurden die Lernwerkstätten in Sachsen erstmalig als digitales Format konzipiert und ausgerichtet. Das sachsenweite Angebot richtete sich an interessierte Akteur*innen und Fachkräfte verschiedenster Fachdisziplinen und Institutionen, die sich mit Gesundheitsförderung und Prävention in verschiedenen Lebenswelten auseinandersetzen. Am 24. März gab es insgesamt sechs und am 31. März acht Teilnehmende am digitalen Workshop. Inhaltlich ging es um die Einführung in und eine Auseinandersetzung mit den Kriterien guter Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung – kurz: Good Practice-Kriterien – und der praktischen Anwendung dieser.

Kurz zum Hintergrund der Lernwerkstatt: Seit 2004 un­ter­stüt­zen die zwölf Good Practice-Kriterien des bun­des­wei­ten Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit die Qualitätsentwicklung in der so­zi­al­la­gen­be­zo­ge­nen Ge­sund­heits­för­de­rung. Die Lernwerkstatt richtet sich an alle Akteurinnen und Akteure, die sich mit dem Auf­bau oder der Um­set­zung von Maß­nah­men und Projekten zum The­ma soziallagenbezogene Ge­sund­heits­för­de­rung auseinandersetzen.

Im Raum der Veranstaltung standen Fragen wie:

Welche Kriterien sind besonders wichtige Qualitätskriterien bzw. womit fangen wir an? Und worauf sollten wir achten, wenn wir die Good Practice-Kriterien für die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung in den Lebenswelten nutzen?

Ziele der Lernwerkstatt waren:

  • Entwickeln eines gemeinsamen Verständnisses der Good Practice-Kriterien
  • Befähigung, einzelne Kriterien stärker bei der eigenen Arbeit anzuwenden und zu reflektieren
  • Förderung von Qualitätssicherung bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten und Maßnahmen der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention
  • Unterstützung des interdisziplinären Dialogs bzw. der Vernetzung untereinander

Nach der Begrüßung durch das Team der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Sachsen (KGC: Antje Dribbisch, Annekathrin Weber und Kathleen Dehner) folgte ein kurzes gegenseitiges Kennenlernen.

Das KGC-Team Sachsen © SLfG

 

Einen ersten kreativen Zugang zu den Good Practice-Kriterien erhielten die Teilnehmenden in Form eines Bilderrätsels auf einer digitalen Pinnwand. Hierbei bemerkten die meisten, wie unterschiedlich oder ähnlich die Gedankenverknüpfungen und das Verständnis bezüglich der Kriterien waren. Dieser erste Teil der Auseinandersetzung wurde mit einem inhaltlichen Input zum Good Practice-Ansatz (Hintergründe und Vorstellung der Kriterien) abgeschlossen. Nach einer Mittagspause ging es anhand eines Praxisbeispiels auf „Schatzsuche“. Leitende Fragen waren dabei: Welche Kriterien wurden bei der Umsetzung des Projektes am stärksten oder weniger berücksichtigt? Wie wurden sie umgesetzt? Wo besteht Entwicklungspotential?

Ausschnitt des Bilderrätsels © SLfG

 

Dann arbeiteten die Teilnehmenden sich weiter in die Materie ein. Anhand von zwei weiteren Praxisbeispielen und der Methode „Ein Bild für die Wechselwirkung“ wurde deutlich, wie die Kriterien in Wechselwirkungen zueinander stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Dieses muss sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung von Projekten und Maßnahmen stets im Blick behalten werden.

Die Werkstatt endete mit den Fragestellungen „Was nehmen Sie für sich mit?“ und „Was ist für Sie offen geblieben?“, wodurch die Teilnehmenden die Relevanz des Good Practice-Ansatzes für die eigene Arbeit zum Ausdruck bringen konnten.

Die meisten Beteiligten waren sich am Ende einig: Ein praxisnaher Austausch und methodische Vielfalt funktionieren auch digital – nichts ist unmöglich, einfach ausprobieren, dazu lernen und sich weiterentwickeln – ganz im Sinn der Good Practice-Kriterien. Die KGC Sachsen nahm das positive Feedback auf und wird in Zukunft definitiv noch weitere dieser Formate für alle Interessierten anbieten!

Sie interessieren sich für unsere Good Practice-Lernwerkstätten?

Wir bieten verschiedene Formate an: digital oder vor Ort (nach aktuellen Maßgaben), sachsenweit oder regional/inhouse, Basis- (Kennenlernen der Kriterien) oder Vertiefungs-Lernwerkstätten zu einzelnen Kriterien (z. B. Partizipation).

Kommen Sie auf uns zu! Wir kommen gern zu Ihnen!

weitere Infos zum Good Practice-Ansatz unter: https://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/good-practice/


Die digitale Ver­an­stal­tung wurde von der Koordinierungsstelle Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit (KGC) in Sachsen durchgeführt und die Tagesmoderation übernahmen Antje Dribbisch, Kathleen Dehner und Annekathrin Weber von der KGC Sachsen. Die KGC ist an die Sächsische Landesvereinigung für Ge­sund­heits­för­de­rung e. V. (SLfG) angegliedert. Die Koordinierungsstelle ist Teil des bun­des­wei­ten Ko­o­pe­ra­ti­ons­ver­bun­des Ge­sund­heit­liche Chan­cen­gleich­heit und wird durch die Bun­des­zen­tra­le für ge­sund­heit­liche Auf­klä­rung (BZgA) im Auf­trag und mit Mitteln der Gesetzlichen Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV-Bünd­nis für Ge­sund­heit) gefördert.

                               

 


Kontakt:

Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) Sachsen

Antje Dribbisch
Arbeitsschwerpunkt: Lebenswelt Kommune
Telefon: 0351 501936-52
E-Mail: dribbisch@slfg.de

Kathleen Dehner
Arbeitsschwerpunkt: Gesund im Alter
Telefon: 0351 501936-55
E-Mail: dehner@slfg.de

Annekathrin Weber
Arbeitsschwerpunkt: Lebenswelt Kita und Schule
Telefon: 0351 501936-43
E-Mail: weber@slfg.de

 

Bilderrätsel © SLfG
Bilderrätsel © SLfG